Aktion einer Rute

AngelruteDie Aktion, welche auch »Tapper« genannt wird, beschreibt das Biege- oder Krümmungsverhalten einer Rute. Die Aktion sagt auch aus wie sich die Rute beim Anhieb und Drill verhält. Aktionsarten gehen von “langsam- slow” bis “extra schnell- extra fast”. In diesem Artikel geht es einige grundlegende Überlegungen anzustellen und verschiedene Fragen abzuklären.

  • Was ist die Aktion einer Rute?
  • Welche Aktionsarten gibt es bei Ruten?
  • Was hat die Testkurve mit der Aktion zutun?

Was ist die Aktion einer Rute?

Die Aktion entscheidet über die Art und Weise wie sich die Rute bei Belastung durchbiegt und über die Wurf- und Drilleigenschaften.

Welche Aktionsarten gibt es bei Ruten?

Wir unterscheiden drei Standard- Aktionsarten:

Spitzen- Aktion einer Rute

Rute mit reiner Spitzenaktion: Bei dieser Art krümmt sich nur die Spitze, beim Drill und Wurf, nur im Spitzenbereich. Mit Spitzenaktion können sie einerseits weite, kraftvolle Würfe machen. Die Spietzenaktion besitzt ein starken Rückgrat im Anhieb. Die harte Spitze einer Rute lässt auf eine gute Bisserkennung und Köderführung zurückführen.

Semiparabolische Aktion

Rute mit semiparabolischer Aktion: Vereint die Eigenschaften der parabolischen und der Spitzenaktion. Mit dieser Rutenaktion kann man Köder weit hinausschleudern, da sie schnell wieder in ihre Ausgangsstellung geht. Sie besitzt genug Rückgrat, und im Drill einen kapitalen Fisch bändigen zu können. Ein gutes Beispiel für diese Art, ist die Brandungsrute.

Parabolische Aktion

Bei der Rute mit parabolischer Aktion – wird diese Aktion auch als durch – gehende Aktion bezeichnet. Die Rute krümmt sich bei Belastung von der Rutenspitze bis fast in den Handteilbereich. Leichte Fliegenruten und Spinnrute gehören dieser Aktionsart an. Großer Vorteil bei dieser Art, der Fisch lässt sich im Drill besser bändigen, weil die Rute über den gesamten Bereich arbeitet. Die Kraftreserven werden optimal ausgenutzt und die Schläge vom Fisch abgefedert.

Testkurve und die Aktion?

Viele verwechseln die Aktion mit der Belastungs- oder der Testkurve. Die Testkurve steht für die Kraftreserven einer Rute. Sie sagt aus, wie viel Gewicht an horizontal gehaltene Rute im rechten Winkel zum Griff nach unten weisen. Boots- und Karpfenruten werden nach Testkurven eingeteilt. Die Angaben erfolgen i.d.R. in lb (1lb entsprechen 453,6 Gramm).