Angeln mit Hanf: Das sind die besten Tipps!

Angeln mit HanfHanf ist ein sehr effektiver, bis dato aber nur wenig eingesetzter Naturköder. Interessant als Köder ist besonders Hanfsaat. Die kleinen, dunkel gefärbten Körner wirken stark anziehend auf Fische. THC und Drogen sind nicht der Grund. Nur wenige Hanfpflanzen enthalten die berauschend wirkende Substanz.

Nutzhanf, den zu beim Angeln zum Anfüttern verwendest, enthält den Inhaltsstoff THC nicht. Die Samenkörner von Hanf besitzen ein besonders charakteristisches, strenges Aroma und locken zahlreiche Friedfischarten an. Der folgende Beitrag informiert dich darüber, wie du Hanf zubereitest, Fische mit Hanf anköderst und liefert weitere Tipps.

Für welche Fischarten ist Hanf hervorragend als Köder geeignet?

Besonders beliebt sind Hanfsamen bei Friedfischen. Sie enthalten zahlreiche Proteine und viel Öl und sind deshalb sehr nährstoffreich. Von Zeit zu Zeit bietet der Fachhandel Hanföl an. Darin kannst du andere Angelköder einweichen.

Hervorragend eignet sich Hanf, wenn du Weißfische angeln willst. Als typische Zielfische können dir Nase, Hasel, Rotfeder und Rotauge genannt werden. Größere Friedfischarten, für die einzelne Hanfkörner zu klein sind, kannst du mit selbstgemachten Hanf-Boilies ködern. Sie werden von Schleien, Brassen, Karpfen und Döbel hervorragend angenommen.

Du kannst dein Fangergebnis verbessern, wenn du künftig Hanf zum Anfüttern einsetzt. Dazu setzt du gemahlenen Hanf ein. Zusätzlich kannst du etwas gemahlenes Semmelmehl hinzufügen. Nachdem du die Körner gemahlen hast, solltest du sie halb gar kochen. Hanfkörner ähneln optisch in natürlichen Gewässern vorkommenden Babyschnecken.

Angeln mit Hanf ist nicht überall erlaubt

In Angelvereinen war Hanf als Köder zeitweise verboten. Begründet wurde dieses Verbot, das Hanf die Fische süchtig machen und /oder im Wasser austreiben und wachsen würde. Heute ist Angeln mit Hanf nur in wenigen Plätzen, zum Beispiel in Großbritannien, verboten.

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So bereitest du Hanf zum Angeln vor

Voraussetzung, dass du mit Hanf angeln kannst, ist, dass du die Samen richtig vorbereitest. Dazu führst du folgende Schritte durch:

  1. Fülle die gewünschte Menge in einen Topf mit heißem Wasser und lasse die Körner zugedeckt 24 Stunden einweichen.
  2. Koche die Samen 15 Minuten lang.
  3. Wenn die Körner beginnen aufzuplatzen, ist dein Köder fertig.
  4. Kleine Mengen kannst du anstatt in einem Topf in einer Thermoskanne durch Übergießen mit kochendem Wasser angelfertig herstellen.
  5. Fülle deine Thermoskanne maximal zu 50 Prozent mit Körnern, um zu vermeiden, dass die Kanne durchs Aufquellen der Samen deformiert wird.

Mit dem Kochsud kannst du zudem billig dein Grundfutter verfeinern.

Anleitung zur Herstellung von Hanfbollies

Um Hanfbollies selbst herzustellen, weichst du die Samen 24 Stunden ein. Anschließend zerquetschst du die Körner und vermischst sie mit Grieß und etwas Soja- oder Maismehl und formst Köderkugeln in der benötigten Größe. Nachdem du alle Kugeln geformt hast, kochst du sie circa 2 Minuten lang in Wasser und trocknest sie danach. Das Kochwasser kannst du anschließend nutzen, um kostengünstig andere Köder, zum Beispiel Pellets mit Hanf, zu aromatisieren.

Wenn du sofort Angeln mit Hanf ausprobieren willst, kannst du fertig vorbereitete Hanfkörner im Angelfachhandel kaufen. Diese kannst du zum Anfüttern unter weitere Futtermittel mischen oder direkt am Angelhaken befestigen.

Effektive Angelmontagen beim Angeln mit Hanf

Beim Angeln mit Hanf hast du verschiedene Möglichkeiten, die Köder effektiv einzusetzen. Einzeln am Haken befestigt, eignet sich Hanf hervorragend für kleinere Weißfischarten und Rotaugen. Damit du die Körner leicht am Angelhaken befestigen kannst, solltest du vorher mit einer Nadel ein Loch hinein stechen.

Um Weißfische mit Hanf zu angeln, eignen sich hervorragend eine Stipprute inklusive sehr gut ausbalancierter Posen-Montage. Achte zudem darauf, dass das Geschirr auf Tiefe und Fließgeschwindigkeit des Angelgewässers abgestimmt und leicht ist.

Angeln mit Hanf auf Karpfenfische

Um mit Hanf Karpfenfische zu angeln, ist dir eine Grundrute zu empfehlen. Mittels Haarmontage befestigst du die Hanf-Bollies neben dem freiliegenden Angelhaken. Gutes Anfüttern ist wichtig, damit du gute Fangerfolge erzielst. Am Haken befestigst du 6 bis 8 Körner, die du vorab mit einer Nadel gefädelt hast.

Hanf ist dir zudem als hervorragendes Lockfutter für unterschiedliche Fischarten zu empfehlen. Mit einer Pole Cup oder einem Baitdropper vermeidest du, das dein Hanfköder an einer falschen Stelle im Gewässer landet und dass die Körner zu weit gestreut werden. Magisch angezogen werden die Zielfische von einem großen Hanfteppich auf dem Grund des Angelgewässers.

Die Fische fressen solange, bis kein Hanf mehr übrig ist. Es ist deshalb wichtig, dass du regelmäßig nachfütterst. Zusätzlich kannst du beim Angeln mit Hanf auf den Körnerteppich ein großes Köderstück legen. Dafür eignet sich unter anderem Frühstücksfleisch.

Hanf zum Angeln auf Rotaugen einsetzen

Wenn du im Sommer und im Herbst vom Floss aus angelst, ist Hanf sehr gut als Köder geeignet. Selbst an heißesten Temperaturen, wo sämtliche sonstigen Köder versagen, kannst du damit Rotaugen angeln. Im Winter fängst du weniger Rotaugen, wenn du dich zum Angeln mit Hanf entscheidest. Es lohnt sich allerdings, die Fische mit Hanf anzufüttern.

Wähle einen 16er oder 18er Angelhaken und drücke das Hanfkorn leicht zwischen deinem Daumen und dem Zeigefinger. Anschließend drückst du den Angelhaken durch den Spalt. Achte darauf, dass die Spitze des Hakens herausschaut. Um Fehlbisse zu vermeiden, darfst du an der Schnur keine Bleischrotkugeln befestigen. Verwende stattdessen die länglichen Styl-Bleie.

500 Gramm Hanf sind ausreichend, damit du einen Tag lang auf Rotaugen angeln kannst. Du wirfst jedes Mal ungefähr ein Dutzend lose, vorbereitete Hanfkörner ins Gewässer. Erfahrungsgemäß musst du circa 60 bis 120 Minuten warten, bis der erste Fisch anbeißt. Haben die Rotaugen den Hanf als Köder akzeptiert, kannst du dich bei jedem Auswurf über einen Biss freuen.

Häufig kommen die Fische sofort an die Oberfläche, um die Körner zu fressen. Erste, vorsichtige Zupfer solltest du ignorieren. Bleibe geduldig und warte auf den richtigen Biss. Du kannst verschiedene einheimische Fische kennenlernen bei www.tierschutz-projekte.de.

Döbel und Hasel mit Hanf angeln

Döbel und Hasel beißen beim Angeln mit Hanf nur selten an. Besonders im Sommer und im Herbst kannst du Hanf hervorragend zum Anfüttern dieser Fischarten einsetzen.

Um einen guten Futtermix herzustellen, gibst du zu den anderen Futtermitteln 5 bis 15 % Hanfsamen dazu.

Was kostet Angeln mit Hanf?

Die Körner von Nutzhanf sind ein kostengünstiger Angelköder. Am günstigsten bekommst du Hanfkörner im Fachhandel in Großpackungen. Richtig gelagert, kannst du die Hanfsamen lange aufbewahren. Lagere deine Hanfkörner in einem dunklen, trockenen Raum, der frei von Mäusen ist.

Gekochte Hanfkörner kannst du in einem geschlossenen Behältnis im Kühlschrank ungefähr eine Woche lang aufbewahren. Die gekochten Körner lassen sich zudem sehr gut einfrieren. Wenn du die Körner einfrieren und in deiner Tiefkühltruhe lagern willst, solltest du sie vorher portionieren.

Die Preise für Hanfkörner variieren je nach Anbieter. Gemahlener Hanf ist etwas teurer. Du kannst sparen, wenn du die Körner in deiner Küchenmaschine selbst mahlst. In Wasser eingeweicht oder geröstet lässt sich feines bis grobes Hanfmehl zu zahlreichen bewährten Ködern verarbeiten. Ebenfalls gut zur Herstellung von Ködern eignet sich Hanföl.

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