Karpfenrute Test: Die besten Karpfenruten im Vergleich!

KarpfenruteDer Karpfenrute Test soll dir helfen die richtige Karpfenrute zu finden. Karpfen angeln ist sehr beliebt, da es sich sowohl um erstklassige Speisefische handelt, als auch aufgrund ihres hohen Gewichts um anspruchsvolle Gegner beim Drill.

Im Verlauf von diesem Testbericht erfährst du nicht nur die wichtigsten Informationen aus den Erfahrungen langjähriger Karpfen Angler, sondern auch Kaufempfehlungen, welche Eigenschaften gute und beste Modelle haben sollten und was für eine Rute eine Chance hat als Testsieger aus einem Test hervor zu gehen.

Dabei sollen Fragen diskutiert werden, wie: Welche Länge sollte eine Karpfenrute haben? Bekommen Teleskopruten oder Steckruten die besseren Kundenrezensionen? Welches Gewicht ist der Erfahrung nach sinnvoll? Welche Rolle spielen Wurfgewicht und Testkurve für die Bewertung? Welche Rutenaktion und welche Beringung schneidet bei Bewertungen besser ab? Welches Material ist die bessere Kaufempfehlung und schneidet in Bewertungen besser ab? Mit welchem Preis musst du rechnen, wenn du eine Karpfenrute kaufen willst?

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Die richtige Länge

Karpfenruten findest du in einer ganzen Reihe von verschiedenen Längen. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, da sie auf viele andere Dinge einen großen Einfluss im Karpfenruten Vergleich hat. Die Länge wird meistens in der US-amerikanischen Einheit Fuß bzw. feet, kurz ft. angegeben. Der Umrechnungsfaktor ist gerundet 1 ft. = 0,3 m. Die üblichen Längen von Karpfenruten liegen bei 9 bis 13 ft, also ca. 2,70 bis 3,90 m. Beide Extreme haben jedoch neben einigen Vorteilen auch Nachteile, welche solche Ruten für die meisten Anwendungen wenig geeignet machen.

Die Länge einer Rute hat maßgeblichen Einfluss auf die Wurfweite. Da Karpfen Grundfische sind und meistens am Boden in den tieferen Regionen eines Sees leben, musst du meistens eine sehr große Wurfweite erreichen. Deshalb ist eine längere Rute grundsätzlich besser als ein kurzes Modell. Trotzdem solltest du nicht bis an die Obergrenze gehen. Je länger die Rute ist, desto schwieriger ist die Handhabung und desto eher kann der Drill in einem Misserfolg enden.

Lange Ruten sind in zwei Fällen sogar sehr nachteilig. Wenn du vom Boot aus angelst, bist du automatisch in der richtigen Region und solltest die Vorteile kürzerer Ruten nutzen. An dicht bewachsenen Ufern kann das Auswerfen einer langen Rute unmöglich werden. Letztlich hat sich bei Karpfenruten eine Länge von 12 ft, also rund 3,60 m, oder exakter 365,75 cm durchgesetzt.

Sind Teleskopruten oder Steckruten besser?

In jeder denkbaren Kundenrezension wird eine Teleskoprute als Karpfenrute schlechter bewertet werden. Willst du beide Arten von Ruten vergleichen, dann sieh dir die Anzahl der Teile an, aus denen die Ruten bestehen. Dabei stellt jede Unterbrechung und Verbindungsstelle zwischen zwei Abschnitten eine Schwachstelle dar, welche die Tragkraft der Rute reduziert.

Während dies bei kleinen, leichten und schwachen Fischen kein großes Problem darstellt, ist eine Teleskoprute für schwere und kraftvolle Karpfen grundsätzlich als ungeeignet zu bewerten. Es gibt trotzdem einige wenige Karpfenteleskopruten auf dem Markt und sie können für kleine Exemplare bei kürzeren Rutenlängen zumindest akzeptabel, wenn du eine kompakte Rute für das Angeln zwischendurch im Urlaub suchst.

Du solltest dich zumindest für deine Hauptrute in jedem Fall für eine Steckrute entscheiden. Hier hast du die Wahl zwischen Steckruten, die aus einer unterschiedlichen Anzahl von Teilen bestehen. Die meisten Ruten dieses Typs bestehen aus 1 bis 4 Einzelteilen. Dabei sind die Vorteile den Nachteilen genau entgegen gesetzt. Aus je weniger Teilen die Rute besteht, desto stabiler ist sie. Gleichzeitig nehmen die längeren Stücke entsprechend mehr Platz ein und sind schwieriger zu transportieren.

Über die Jahre hinweg wurden die Vor- und Nachteile durch zahllose Angler getestet. Das Ergebnis ist, dass sich Steckruten aus 2 Teilen gegenüber anderen Varianten als Favorit heraus gestellt haben. Die häufigste Alternative zur Steckrute aus 2 Teilen ist die Steckrute aus 3 Teilen. Einteilige Ruten sind nahezu immer zu lang und 4 Teilen mangelt es bereits an Stabilität.

Welches Material und Gewicht ist empfehlenswert?

Eigentlich sind die Fragen nach dem Material und nach dem Gewicht einer Angelrute zwei verschiedene Themen. Da das Gewicht jedoch maßgeblich vom Material abhängt, sollen trotzdem beide Punkte an dieser Stelle gemeinsam diskutiert werden. Grundsätzlich hast du bei einem Karpfenruten Vergleich die Wahl zwischen Modellen aus Fiberglas und aus Carbon.

Ruten aus Fiberglas sind sehr stabil. Das bedeutet, dass sie vor allem sehr bruchfest sind. Trotzdem biegen sie sich unter dem Gewicht und bei Stößen relativ leicht, was nicht immer besinders erwünscht ist, da eine harte Aktion nicht gegeben ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie die günstigere Variante darstellen. Auch der Preis von Karpfenruten aus Fiberglas ist vergleichweise gering. Der größte Nachteil ist jedoch das vergleichweise hohe Gewicht. Vor allem bei einem langen Drill mit einem schweren und starken Karpfen kann das zusätzliche Gewicht der Angelrute zur Ermüdung und zu Fehlern führen.

Carbon hat entsprechend gegensätzliche Materialeigenschaften. Die Ruten sind wenig flexibel, wodurch eine harte Aktion gegeben ist, sodass der Fisch sicherer gehakt werden kann. Dafür ist die geringere Biegsamkeit beim eigentlichen Drill nachteiliger, da die Kraft, welche der Fisch ausübt, durch die Angel relativ direkt an deine Arme übertragen wird. Den Ausgleich dazu bietet jedoch das vergleichsweise geringe Gewicht von Carbon. Ein weiterer Nachteil ist, dass Carbon eher bricht. Dies ist jedoch nur bei außergewöhnlich schweren Fischen ein Problem, wenn du grobe Fehler beim Drill machst.

Letztlich sind Carbon Karpfenruten auch teurer. Zu diesem Thema findest du jedoch weiter unten einen eigenen Abschnitt. Wichtiger als das Gewicht ist jedoch, dass die Rute und die Rolle gut ausbalanciert sind, um ein schnelles Ermüden der Arme zu verhindern. An dieser Stelle soll nur bereits vorweg genommen werden, dass sich Carbon Ruten zunehmend gegenüber Fiberglas durchsetzen und eher zu empfehlen sind.

Sonderfall Oberflächenangeln

Auch wenn Karpfen die meiste Zeit in den tieferen Bereichen von Gewässern am Grund verbringen, so ist auch das Oberflächenangeln auf Karpfen möglich. Dieses erfordert jedoch andere Eigenschaften der Angelrute als das Grundangeln. Während du beim Grundangeln auf eine harte Rute mit sehr großer Wurfweite zwingend angewiesen bist, sieht dies beim Oberflächenangeln anders aus. Hier reicht dir eine geringere Wurfweite.

Gleichzeitig muss die Rute biegsamer sein. Da eine geringere Wurfweite auch bedeutet, dass die Rute kürzer ist, reduziert dies automatisch ihr Gewicht. Das Fazit in diesem Spezialfall ist, dass du zum Oberflächenangeln eine Angelrute aus Fiberglas einem Modell aus Carbon klar vorziehen solltest.

Welche Bedeutung hat die Rutenaktion?

Die Rutenaktion sagt etwas über die Dynamik einer Angelrute aus. Das Material der Angelrute ist in gewissem Umfang flexibel, wodurch es sich bei einer Belastung biegen kann. Die verschiedenen Ruten biegen sich jedoch unterschiedlich. Diese unterschiedliche Art sich zu biegen wird im Karpfenruten Vergleich als Rutenaktion bezeichnet. Es gibt insgesamt vier verschiedene Arten der Rutenaktion, wobei nicht alle davon eine gute Wahl für eine Karpfenrute sind.

Spitzenaktion

Du findest die Spitzenaktion bei besonders harten und steifen Ruten. Dabei biegt sich bei Belastung nicht die gesamte Rute durch, sondern nur die Spitze. Der Vorteil ist, dass du beim Auswerfen der Angel fast die gesamte Bewegungsenergie auf die Montage und den Köder übertragen kannst, wodurch sehr hohe Wurfweiten möglich sind.

Das Problem hierbei ist, dass die Spitze einer Angelrute dünn ist und keinen hohen Belastungen standhalten kann. Da gerade beim Karpfen Angeln genau dies der Fall ist, besteht bei Ruten mit Spitzenaktion ein besonders hohes Risiko, dass sie brechen. Aus diesem Grund solltest du auf eine solche Rute verzichten.

Semiparabolische Aktion

Angelruten mit semiparabolischer Aktion sind weicher und biegen sich bei Belastung etwa bis zur Hälfte durch. Mit einer solchen Rute erzielst du noch immer eine sehr hohe Wurfweite, hast jedoch die Möglichkeit beim Drill etwas freier zu agieren. Mit einer gewissen Erfahrung, Fingespitzengefühl und der richtigen Methode beim Drill sind solche Ruten durchaus als Karpfenrute geeignet.

Trotzdem sind diese Eigenschaften nicht optimal, weshalb an dieser Stelle Karpfenruten mit semiparabolischer Aktion nur bedingt und nur erfahreneren Anglern empfohlen werden können.

Parabolische Aktion

An dieser Stelle soll die logische Folge der Rutenaktionen etwas durchbrochen werden um die parabolische Aktion eher zu besprechen. Sie ist das Extrem am anderen Ende der Skala der Spitzenaktion. Diese Ruten haben gar kein Rückgrat, sie sind sehr weich und biegen sich bei Belastung bis zum Griff durch. Mit einer solchen Rute erzielst du keine große Wurfweite und beim Drill kannst du kaum eine größere Gegenkraft aufbauen.

Aus diesem Grund ist eine Karpfenrute mit parabolischer Aktion nur bei kurzen Modellen überhaupt nutzbar. Auch die Fische müssen hier recht klein sein um eine echte Chance zu haben. Wie bei Spitzenruten, muss auch hier stark von einer solchen Rute zum Angeln von Karpfen abgeraten werden.

Progressive Aktion

Angelruten mit progressiver Aktion stehen von der Härte her zwischen Ruten mit semiparabolischer Aktion und Ruten mit parabolischer Aktion. Ihr Verhalten bei Belastung bildet jedoch eine Kombination aus allen drei genannten Ruten. Eine Angelrute mit progressiver Aktion biegt sich entsprechend der Kraft, die auf sie wirkt. Wenn du die Angel auswirfst, dann gleicht das Biegeverhaltene einer Angel mit Spitzenaktion, sodass du eine große Wurfweite erreichst.

Sobald ein Fisch angebissen hat, biegt sich die Angel umso stärker, je größer der Fisch ist und je mehr Kraft er auf die Angel ausübt. Bei kleineren Karpfen erhältst du eine semiparabolische Aktion und bei großen Karpfen erhältst du eine parabolische Aktion. Durch dieses flexible Verhalten bieten dir solche Angelruten immer das optimale Gleichgewicht zwischen Weichheit und Widerstand und sind somit die besten Karpfenruten.

Welche Beringung sollte die Karpfenrute haben?

Auch wenn die Rutenaktion den größten Einfluss auf die Wurfweite hat, so ist sie nicht der einzige Faktor, der darauf einen Einfluss hat. Der zweit wichtige Faktor sind die Ringe an deiner Angelrute. Beim Auswerfen der Angel reibt die Angelschnur an jedem der Ringe. Dabei geht die kinetische Energie deines Wurfes in Reibung und Widerstand über.

Die Konsequenz davon ist, dass die Angelschnur gebremst wird. Dadurch ist die Wurfweite geringer, als sie es sein könnte. Da die Ringe jedoch die Schnur führen und beim Drill halten, musst du dafür sorgen, dass die Ringe ausreichend zahlreich und ausreichend stabil sind um den hohen Belastungen des Drills mit einem großen Karpfen standzuhalten. Diese beiden Tatsachen wirken einander entgegen und erfordern einen Kompromiss.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Ringen: Einstegringe und Doppelstegringe. Einstegringe sind leichter und oft kleiner als Doppelstegringe. Sie verringern das Gesamtgewicht der Angel, haben jedoch auch Nachteile. Da der einfache Steg schwächer ist und nicht so stark belastet werden kann, eignet er sich eher für kleinere Fische. Für diese nutzt du jedoch ohnehin eine kleinere und leichtere Angel. Der kleinere Durchmesser gibt der Schnur beim Auswerfen auch nicht ganz so viel Freiraum, sodass sie stärker gebremst und die Wurfweite verringert wird. Diese Eigenschaften machen Einstegringe für Karpfenruten großteils ungeeignet.

Doppelstegringe sind stabiler, größer und haben eine höhere Belastungsgrenze. Aus diesem Grund eignen sie sich für Karpfenruten ganz besonders gut. Der Durchmesser ist sehr groß und kann beim ersten Ring vom Griff aus, dem Starter-Ring bis zu 5,0 cm betragen. Dadurch hat die Angelschnur sehr viel Freiraum und wird nur wenig abgebremst.

Die höhere Belastungsgrenze der zwei Stege ist auch besonders gut geeignet um große und schwere Karpfen erfolgreich zu landen. Ein weiteres Detail, welches die Bremswirkung der Ringe reduziert ist ihre Anzahl. Je weniger Ringe die Angel hat, desto höher ist automatisch die Wurfweite. Karpfenruten haben in der Regel deshalb nur 5 oder 6 Ringe. Da es sich um große Fische handelt, sind die Vorteile von Doppelstegringen größer als der Nachteil des höheren Gewichts, sodass du praktisch nur noch Karpfenruten mit Doppelstegringen finden wirst.

Wurfgewicht und Testkurve

Falls du bereits Erfahrung im Angeln hast, dann weißt du, dass bei den meisten Angeln in der Regel das maximale Wurfgewicht angegeben ist. Das maximale Wurfgewicht ist bei Karpfenruten sogar von ganz besonders großer Bedeutung. Da du beim Grundangeln darauf angewiesen bist, dass die Montage mit dem Köder an einer Stelle am Gewässergrund verbleibt, ist die Montage besonders schwer und belastet die Rute entsprechend stark. Obwohl jedoch das maximale Wurfgewicht eine besonders große Bedeutung hat, stellen Karpfenruten trotzdem hierbei eine der wichtigsten Ausnahmen dar. Anstelle des maximalen Wurfgewichts wird hier das Gewicht für die Testkurve angegeben.

Bei der Testkurve bzw. dem dafür benötigten Gewicht handelt es sich um das Gewicht, welches nötig ist eine Biegung von einem viertel Kreis, also eine Krümmung um 90° zwischen dem Rückgrat der waagerecht gehaltenen Angel und der Spitze zu schaffen. Für die meisten Karpfenruten liegt das hierfür benötigte Gewicht bei etwa 2 bis 4 lbs bzw. Pfund. Ein Pfund entspricht dabei ungefähr einem halben Kilogramm. In der Praxis kannst du entweder aus Vergleichstabellen das benötigte Wurfgewicht nachlesen oder du berechnest es selber ganz genau. Um das maximale Wurfgewicht aus dem Gewicht für die Testkurve zu ermitteln, gibt es die folgende Formel:

Pfundangabe der Angel x 1 Pfund in Gramm / 16

Ein Pfund entspricht dabei ca. 453,6 Gramm. Daraus ergibt sich die folgende Beispielrechnung für eine Angelrute, auf der 2 lbs angegeben sind:

2 x (453,6/16) = 2 x 28,35 = 56,7 g

Da dies jedoch das maximale Wurfgewicht ist, solltest du es etwas verringern um das ideale Wurfgewicht zu wählen. Als Faustregel solltest du 10 % (manchmal werden auch 20 % empfohlen) des maximalen Wurfgewichts abziehen. Daraus ergibt sich für eine Karpfenrute mit 2 lbs Angabe ein optimales Wurfgewicht von:

2 x (453,6/16) x 0,9 = 51,03 g oder 2 x (453,6/16) x 0,8 = 45,36 g

Auch wenn diese Rechnungen sehr einfach sind und es so aussieht, als würden sie alle Fragen zum maximalen und idealen Wurfgewicht beantworten, so ist dies in der Realität nicht der Fall. Jede Angel ist einzigartig und sie verhält sich auch so. Deshalb können diese Werte immer nur Richtwerte darstellen. Alleine die Tatsache, dass die genutzte Formel, je nach Quelle und Meinung des jeweiligen Anglers um 10 % variiert zeigt dir, dass es keine einheitliche Antwort geben kann. Welches das ideale Wurfgewicht für deine Angel ist, kannst du mit der Rechnung abschätzen und dich von dem errechneten Wert ausgehen durch das Ausprobieren am See langsam an dein individuelles ideales Wurfgewicht heran tasten.

Die üblichen Karpfenruten werden in vier Kategorien eingeteilt. Diese sind 2 lbs (eigentlich 2,25 lbs), 3 lbs (eigentlich 3,25 lbs), 4 lbs (eigentlich 4,25 lbs) und sonstige Ruten über 4 lbs. Weichere Ruten in der 2 lbs Kategorie eignen sich nur für kleine und leichte Fische, machen jedoch etwas mehr Spaß beim Drill. Am beliebtesten sind Karpfenruten in der 3 lbs Kategorie, da du mit diesen Ruten sowohl große Wurfweiten von rund 80 m erreichen, als auch große Karpfen fangen kannst. Die 4 lbs Kategorie ist nur für besonders große Karpfen geeignet. Ruten die darüber liegen können das weiche Maul von Karpfen verletzen und es ausschlitzen. Du solltest eine solche Rute nur dazu nutzen um Futter auszuwerfen.

Lohnt sich ein Ruten Set besser als einzelne Ruten?

Das Angeln auf Karpfen erfolgt in der Regel mit einem Rod Pod, also einer Rutenauflage bzw. einer Rutenhalterung. Auf dem Rod Pod hast du dann drei Ruten liegen. Da das Angeln auf Karpfen nicht ganz so leicht ist, hast du bei drei Ruten entsprechend drei mal so hohe Chancen auf einen erfolgreichen Biss, wie bei einer einzelnen Angel.

An dieser Stelle stellt sich nun die Frage, ob du die Angelruten für deinen Rod Pod alle einzeln kaufst und mit unterschiedlich langen, steifen, schweren und sich eventuell in noch anderen Merkmalen unterscheidenden Angelruten arbeiten willst, oder ob du die Angeln als Set kaufst und identische Eigenschaften hast. Beides hat gewisse Vorteile, jedoch auch Nachteile. Vorab sollte jedoch trotzdem festgehalten werden, dass es für den Karpfen keinen Unterschied macht, an welcher Rute er beißt, wenn die Köder identisch sind.

Der größte Vorteil von unterschiedlichen Angelruten ist, dass du sie, je nach Länge, an deutlicher verschiedenen Stellen auswerfen kannst. Falls an einer Stelle weniger Fische stehen, dann hast du eventuell mit einer der beiden anderen Ruten größere Chancen auf einen Erfolg. Auch können kleinere Unterschiede in der Rutenaktion hilfreich sein, wenn ein Fisch einer besser passenden Gewichtsklasse an der richtigen Rute hängt. Umgekehrt kannst du hierbei jedoch auch Pech haben. Falls du noch unerfahren bist, dann kannst du verschiedene Ruten dazu nutzen um über längere Zeiträume im direkten Karpfenruten Vergleich heraus zu finden, welches Modell dir besonders gut liegt.

Der größte Nachteil für einen Neuling ist jedoch auch genau dieser Unterschied der einzelnen Ruten. Wenn ein Fisch beißt, dann ist sowohl eine schnelle, als auch eine richtige Reaktion zwingend notwendig um den Fisch nicht wieder zu verlieren. Hierbei ist es notwendig genau zu wissen, welche Rute wo steht und wie du den Drill richtig machst. Falls du dies nicht in wenigen Augenblicken abrufen kannst, dann hast du fast automatisch verloren. Dies ist der wichtigste Grund, warum Neulinge eher zum Set greifen sollten. Dabei muss es sich nicht zwingend um ein komplettes Set handeln. Du kannst auch einfach drei identische Angeln bestellen und hast ebenfalls ein Set. Die einzige Frage, die offen bleibt, ist diejenige nach den Kosten dafür.

Wie viel kosten Karpfenruten?

Gegen Ende von diesem Karpfenruten Vergleich ist die wohl wichtigste, noch offene Frage, was du für eine Karpfenrute ausgeben musst. Wie bereits im Abschnitt zur Wahl des richtigen Materials angeschnitten, hast du zunächst die Wahl zwischen Karpfenruten aus Fiberglas und Karpfenruten aus Carbon. Fiberglas ist dabei grundsätzlich die kostengünstigere Variante. In den vergangenen Jahren hat sich dies jedoch stark relativiert. Da Karpfenruten aus Carbon immer beliebter werden, produzieren immer mehr namhafte Hersteller solche Ruten. Daraus ist mittlerweile ein Preiskampf entstanden, der nun Karpfenruten aus Carbon auch für Einsteiger preislich attraktiv macht.

Trotzdem ist die Preisspanne für Karpfenruten sehr groß. Besonders günstige Modelle für Einsteiger liegen bei nur rund 40 bis 70 Euro. Diese sind dann zwar keine Spitzenklasse Modelle, jedoch von namhaften Marken hergestellt, trotzdem empfehlenswert. Meistens liegt jedoch die untere Preisgrenze bei etwa 100 Euro. Je höherwertiger ein Modell ist, desto teurer ist es auch. So können teure Karpfenruten namhafter Hersteller auch leicht bei 300 bis 400 Euro liegen. Vor allem als Set kommt dann schnell eine Summe jenseits der 1000 Euro Marke zusammen. Zwar ist dies für Einsteiger sicherlich übertrieben, jedoch sind diese Ruten tatsächlich so hochwertig. Du zahlst aber auch den Namen mit, wobei sich diese Hersteller auch mit eben dieser Qualität einen Namen gemacht haben.

Bekannte Hersteller

Zum Abschluss von diesem Karpfenruten Vergleich sollen ein paar der wichtigsten Hersteller kurz vorgestellt werden. Wie bereits gesagt, kannst du bei diesen Marken auch sehr teure Karpfenruten finden. Diese sind in jedem Fall auch tatsächlich empfehlenswert, da die jeweiligen Hersteller sich mit konstant guter Qualität einen Namen auf dem Markt und im Angelsport gemacht haben. Dazu zählen die drei Unternehmen Shimano, Daiwa und Fox.

Shimano

Dieses Unternehmen stammt aus Japan und wurde im Jahr 1921 gegründet. Dank seiner fast hundert Jahre langen Geschichte und sehr langer Erfahrung im Bereich der Herstellung von Angel Ausrüstung, gehört Shimano zu den ganz großen Namen im Angelsport. Besonders bekannt und berühmt ist das Unternehmen jedoch vor allem für seine Rollen. Diese gehören zu der unangefochtenen Oberklasse und werden von vielen Anglern als die besten Rollen bezeichnet, die es auf dem Markt gibt.

Im Bereich der Angelruten hat Shimano jedoch gegenüber der Konkurrenz noch ein kleines Bisschen aufzuholen. In Rezensionen gehören auch die Angelruten des japanischen Unternehmens zu den besten Modellen. Wenn du jedoch ein wenigen vergleichst, dann sind zumindest die Karpfenruten nicht ganz in der Oberklasse. Von manchen Anglern als obere Mittelklasse bezeichnet, sind sie trotzdem eine klare Empfehlung. Außerdem spielt hier die Glaubensfrage bezüglich bevorzugter Hersteller eine gewisse Rolle.

Daiwa

Nur rund 500 km vom Shimano Hauptsitz hat dieses zweite bedeutende Unternehmen aus Japan seine Unternehmenszentrale. Im Jahr 1945 gegründet kann auch dieser Hersteller einen sehr umfangreichen Erfahrungsschatz vorweisen. Im Bereich der Karpfenruten übertrifft Daiwa nach Meinung vieler Angler nicht nur deutlich, sondern gilt in diesem Bereich sogar als absolute Spitzenklasse. Du wirst aus diesem Grund praktisch keine ernst zu nehmende Bewertung finden, welche sich negativ über diesen Hersteller äußert. Einen kleinen Haken hat dies jedoch. Während im Abschnitt zu den Preisen von 300 bis 400 EUR die Rede ist, sprengen die teuersten Daiwa Ruten mit über 1000 EUR pro Stück diesen Rahmen komplett.

Fox

Das Unternehmen Fox stammt aus England und wurde im Jahr 1967 gegründet. Während Shimano und Daiwa zu Beginn ihrer Unternehmensgeschichte nichts mit Angelsport zu tun hatten, so begann die Unternehmensgeschichte von Fox direkt mit der Herstellung von Angelködern an. Somit kann das Unternehmen eine besonders lange Geschichte und sehr viel Erfahrung in diesem Bereich vorweisen. Diesem Umstand entsprechend gehört auch dieses Unternehmen zu den ganz großen Namen im Angelsport. Die Karpfenruten von Fox liegen preislich meist bei nicht mehr als 200 EUR. Trotzdem haben sie eine gute Qualität, sodass sie hier ebenfalls empfohlen werden.

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